Über mk-13

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UDJAT – Sehen. Verstehen. Bewahren.


„Das Auge wurde zerschlagen und wieder zusammengefügt –
seitdem sieht es alles, erinnert alles und geht nie verloren.“

Was mk-13 ist und bietet

Das hier ist kein Blog im klassischen Sinne. Kein Newsletter, keine Kolumne, kein Kanal. mk-13 ist der Ort, an dem Gedanken landen, die ich lange genug mit mir getragen habe, um ihnen eine Form zu geben.

Ich denke viel — beim Lesen, beim Hören von Musik, auf Reisen, in Gesprächen. Das meiste davon bleibt, wo es hingehört: in meinem Notizsystem UDJAT, privat und unfertig. Aber manche Gedanken reifen zu etwas, das ich für teilenswert halte. Nicht weil sie abschließend sind, sondern weil sie ehrlich sind.

Was erwartet dich hier? Texte über Ideen, die mich beschäftigen. Beobachtungen, die ich nicht loslassen konnte. Zusammenhänge, die mir erst nach langem Nachdenken aufgegangen sind. Gelegentlich Berichte von Reisen — nicht als Reiseführer, sondern als Momentaufnahmen.

mk-13 erscheint ohne Redaktionsplan. Hier steht etwas, wenn es fertig ist — nicht wenn ein Kalender es verlangt. Was du findest, war es wert, geschrieben zu werden.

Wenn dich interessiert, was mich wirklich beschäftigt — nicht was ich täglich konsumiere, sondern was mich nicht loslässt — dann bist du hier richtig.

Wer ich bin? Ich bin Marc. Aufgewachsen in Mannheim, eine prägende Zeit in Waterloo, Ontario verbracht, jetzt in Reilingen im Rhein-Neckar-Kreis. Ich denke viel nach, meistens beim Hören von Musik und dem Genuss von (zu viel) Kaffee oder einem Gläschen pfälzer Wein und gebe dann meine Meinung dazu ab — gefragt oder ungefragt.

Was ist UDJAT

UDJAT ist das Auge des Horus — ein altägyptisches Symbol für Wahrnehmung, Schutz und die Fähigkeit, das Ganze zu sehen. Und der Name meines persönlichen Wissenssystems.

Konkret: UDJAT ist ein digitaler Vault in Obsidian, eine Art privates Betriebssystem für alles, was ich lese, denke, erlebe und vorhabe. PKM — Personal Knowledge Management — nennt man das in der Fachsprache. Ich nenne es mein Gedächtnis außerhalb meines Kopfes.

Der Vault ist in fünf Bereiche gegliedert:

Überblick ist die Schaltzentrale — Orientierung, Dashboards, Listen. Was läuft, was liegt an, was habe ich noch nicht zu Ende gedacht.

Denken ist das Herzstück. Hier landen Reflexionen, Ideen, Lesenotizen, Konzepte. Verknüpfungen zwischen Dingen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Dieser Bereich ist der Ursprung fast aller Texte, die auf mk-13 erscheinen.

Journeys dokumentiert, was ich erlebe: Reisen, Konzerte, Orte, Begegnungen. Kein Tagebuch im klassischen Sinne — eher eine kuratierte Erinnerung an Momente, die es wert waren, festgehalten zu werden.

Aufzeichnungen ist das Logbuch: Daily Notes, Weekly Reviews, monatliche Rückblicke. Das persönliche Gedächtnis, das mir zeigt, woher ich komme und wohin ich denke.

Tätigkeiten ist der operative Teil — laufende Projekte, Arbeitsmaterial, alles, was gerade in Bewegung ist.

Das meiste davon bleibt privat. Nicht weil es geheim wäre, sondern weil es persönlich ist. mk-13 ist der Anteil von UDJAT, der nach außen geht.

mk13 – Der Raum zwischen Denken und Dokumentieren

Es gibt eine Lücke zwischen dem Moment, in dem ein Gedanke entsteht, und dem Moment, in dem er veröffentlichungsreif ist. Diese Lücke ist nicht leer — sie ist der eigentliche Ort des Denkens.

In UDJAT passiert das Private: Notizen, die niemand außer mir lesen muss. Fragmente, die noch keine Form haben. Beobachtungen, die sich noch nicht einordnen lassen. Dieser Raum ist bewusst geschützt — nicht weil ich etwas verberge, sondern weil echtes Denken Stille braucht, bevor es Sprache wird.

mk-13 ist das Gegenstück. Der Ort, an dem ein Gedanke die private Sphäre verlässt und eine öffentliche Form annimmt. Aber das passiert nicht automatisch. Zwischen dem Entwurf in UDJAT und dem Text auf mk-13 liegen oft Wochen — manchmal Monate. Zeit, in der sich ein Gedanke bewähren muss: Hält er stand, wenn ich ihn erneut lese? Bleibt er relevant, wenn die ursprüngliche Stimmung längst verflogen ist? Sagt er etwas, das es wert ist, gesagt zu werden?

Dokumentieren bedeutet für mich nicht, alles festzuhalten. Es bedeutet, das Richtige festzuhalten. mk-13 ist deshalb kein Archiv meines Denkens — es ist eine Auswahl. Das, was den Weg nach außen verdient hat, weil es über mich selbst hinausweist. Weil es vielleicht jemandem begegnet, der gerade den gleichen Gedanken denkt — und ihn noch nicht in Worte fassen konnte.

CODE - Collect, Organise, Distill, Express

mk-13 – der letzte Schritt: CODE — Collect, Organise, Distill, Express

Thiago Forte beschreibt in Building a Second Brain vier Phasen, in denen Wissen entsteht: Collect, Organise, Distill, Express. Die ersten drei passieren im Verborgenen — man liest, hört, erlebt. Man strukturiert, verknüpft, legt ab. Man lässt reifen und filtert heraus, was bleibt. Das ist UDJAT: mein persönlicher Vault in Obsidian, ein Ort, den niemand außer mir sieht.

mk-13 ist das E. Express.

Der Moment, in dem ein Gedanke aufhört, nur meiner zu sein. Wo aus dem Gesammelten etwas Formuliertes wird — ein Text, ein Standpunkt, eine Form. Nicht schnell, nicht häufig, aber dann mit Absicht.

Das ist der Unterschied zwischen einem Notizbuch und einer Seite. Das Notizbuch gehört dir. Die Seite beginnt dort, wo du bereit bist, etwas davon herzugeben.